22. Spieltag Großnaundorf - Altenberg
SG Großnaundorf - BSG Stahl Altenberg
4:2
Halbzeit
2:0
2:0 Tom Wallow (22.)
2:1 David Müller (65.)
3:1 Mario Ullrich (77.)
4:1 Tom Wallow (82.)
4:2 Erik Lehmann (86.)
Schiedsrichter: Martin Gläser (SpVgg. Grün-Weiß Coswig)
Zuschauer: 140 Gelbe Karten: 2/5
Spielbericht:
Altenberg verliert deutlich in Großnaundorf
Der Abwärtstrend der Bergstädter hält auch beim Tabellenletzen an.
Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die Gastgeber die Kontrolle über das Spiel und konnten durch Tom Wallow in der 11.Minute auch eine sehr gute Kopfballchance verzeichnen. Kurz darauf bekamen die Großnaundorfer einen Freistoss aus etwa 20m zugesprochen, den Mirko Zimmermann im Altenberger Tor zum Eckball parieren konnte. Dieser Eckball wurde flach hereingeschlagen, die Altenberger waren nicht in der Lage das Leder vom 5m Raum wegzubekommen und Mario Feierabend bedankte sich mit dem 1:0 für Großnaundorf. Altenberg war immer noch nicht im Spiel und die nächste Schlafwagen-Einlage wurde direkt mit dem 2:0 bestraft. Einen Einwurf von der Mittellinie erlief Wallow auf der linken Seite, zog an der Strafraumgrenze sofort mit dem rechten Außenrist ab und der Ball landete unhaltbar im rechten Dreiangel des Altenberger Gehäuses - ein echter Sonntagsschuss. Erst jetzt begann die Stahlelf mitzuspielen. Nach einer halben Stunde dann die riesige Chance zum Anschlusstreffer. Erik Lehmann flankte von rechts, Petrick Fraulob erwischte den Ball, spitzelte ihn am Torwart vorbei, traf jedoch nur den Pfosten. Mit der 2:0 Führung für Großnaundorf ging es in die Halbzeitpause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit trafen die Gastgeber ihrerseits Aluminium und vergaben noch zwei weitere riesige Chancen die Führung auszubauen. Mit Glück und Geschick überstand die Stahlelf diese Druckphase um dann selber das Spiel an sich zu reißen. Nach einem Eckball von Mirko Klaus war es David Müller, der den Ball zum 2:1 Anschlusstreffer einköpfte. Kurz danach versuchte es Silvio Kästner mit der Brechstange, doch Torwart Kaiser hielt den scharfen Schuss im Nachfassen. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich verpasste der kurz zuvor eingewechselte Martin Vogel, der nach einem Querschläger der Großnaundorfer Hintermannschaft plötzlich mutterseelenallein vor der leeren kurzen Ecke des Tores stand, aber einen Moment zu lang mit dem Abschluss zögerte, so dass die Abwehr seinen Schussversuch klären konnte. Weitere Chancen für Marcel Weinhold und David Müller folgten, die Gastgeber waren zu diesem Zeitpunkt so verunsichert, dass der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien. Mitten in dieser besten Altenberger Phase erzielten die Westlausitzer das 3:1 und damit die Vorentscheidung. Abwehrspieler Kästner spielte einen Rückpass am eigenen Strafraum viel zu kurz, ein Großnaundorfer spritzte dazwischen, schob den Ball in die Mitte wo Mario Ullrich stand und den Ball locker ins Tor schob. Ein Tor aus dem Regelbuch führte zum 4:1: Großnaundorf spielte einen Angriff, Torwart Zimmermann parierte und spielte den Ball auf den nächsten Altenberger weiter. Plötzlich ein Pfiff des Schiedsrichters und die Gelbe Karte für Martin Vogel wegen Schiedsrichterbeleidigung, da er sich zu lautstark über eine vermeintliche Abseitsstellung der Großnaundorfer beim vorausgegangenen Angriff beschwert hatte. Zu allem Übel für die Stahlelf entschied der Schiedsrichter auch noch auf indirekten Freistoss im Strafraum, diese Chance liess sich Tom Wallow nicht entgehen und entschied damit diese Partie endgültig. In der 86.Minute dann noch Ergebniskosmetik, Stephan Kadner köpfte an die Latte, Erik Lehmann verwandelte den Abpraller zum 4:2.
Somit verliert Altenberg das vierte Mal in Folge und hat wiederholt ein Spiel nahezu kampflos hergeschenkt, in dem möglicherweise viel mehr drin gewesen wäre.