23. Spieltag Altenberg - Kesselsdorf

BSG Stahl Altenberg - SG Kesselsdorf

2:2

Halbzeit

1:1

Tore:   0:1 Patrick Pawlak               (10.)

           1:1 Rico Heymann               (15.)

           1:2 Patrick Pawlak               (60.)

           2:2 David Müller                  (90.+3)

           

Schiedsrichter: Ralf Heinz (BSV 68 Sebnitz)

 

Zuschauer: 120                                 Gelbe Karten:           3/3


Müller köpft Altenberg zum ersten Remis der Saison

In einem hart umkämpften Spiel, köpfte David Müller erst in der dritten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich in die Maschen.

Die Stahlelf trennte sich am Samstagnachmittag von der SG Kesselsdorf mit 2:2 und holte damit das erste Remis der Saison.   

Ohne große Abtastphase begann das Spiel mit den besseren Chancen für die Kesselsdorfer. Erst hämmerte SG Kapitän Krüger einen Freistoss an die Querlatte (8.), zwei Minuten später zappelte das Leder bereits das erste mal im Altenberger Netz. Stark hatte sich Patrik Pawlak gegen den zu zögerlich agierenden Stahl – Verteidiger Kadner durchgesetzt, den Torwart umspielt und flach eingeschoben (10.). Torwart Zimmermann blieb angeschlagen liegen, hatte wohl vom Stürmer eine mitbekommen. Doch das Tor zählte. Der Stahlelf fehlte in dieser Phase der nötige Biss. Zum wiederholten Male rannte man einem Rückstand hinterher. Das hatte sich Ex – Abwehrchef Silvio Güttler, der an diesem Tage den verreisten Andre Findeisen auf der Co-Trainer Position vertrat, sicher ganz anders vorgestellt.

Altenberg fing sich wieder und sorgte für erste Offensivaktionen. Aus einer Serie von fünf Eckbällen in Folge konnte allerdings kein Kapital geschlagen werden(13.). Für Kesselsdorf zog Pawlak aus der Drehung ab – Zimmermann hielt sicher (15.). Doch direkt im Anschluss kam auch Altenberg zum Torerfolg. Robby Müller hatte aus ca. 20 Metern abgezogen, der SG – Keeper ließ prallen und Rico Heymann setzte energisch nach – 1:1(16.). Das war zugleich der Startschuss für eine Phase in der die Stahlelf wie ausgewechselt im Vergleich zu den vergangenen Wochen agierte. Altenberg drückte Kesselsdorf weit in die eigene Hälfte und trug Angriff für Angriff vor. David Müller setzte mit viel Übersicht Petrick Fraulob in Szene, doch seine Flanke fand keinen Abnehmer (22.). Robby Müller setzte von halblinker Position einen Distanzschuss an den Pfosten(26.). Nur Vier Minuten später war es erneut Robby Müller, der den Gästetorwart prüfte, welcher gerade so im Nachfassen halten konnte(30.). Altenberg nun mit Chancen für zwei Spiele. Lehmann erkämpfte sich das Leder, legte quer, doch Fraulob verzog knapp(31.). Ach David Müller prüfte nochmals den Torhüter mit straffem Schuss vom Strafraumeck(33.), doch der Kesselsdorfer Schlussmann schien unüberwindbar und hielt damit seine Mannen im Rennen.

Nur eine Minute später hob Rene Kadner einen Freistoss vom Mittelkreis in den Kesselsdorfer Strafraum. Der Ball wurde immer länger und länger, der Keeper streckte sich vergebens, doch der Ball ditschte nur auf die Querlatte (34.). Mit Glück blieb Kesselsdorf im Spiel. Altenberg hätte zu diesem Zeitpunkt längst führen müssen. Kesselsdorf erholte sich, kam wieder besser ins Spiel und setzte erste Nadelstiche. Stefan Krüger ging über links durch – Flanke in den Strafraum, Zimmermann verpasste, doch Czerny war Herr der Lage und klärte diesen Ball sicher(38.). Danach bekamen die Gäste einen Freistoss zugesprochen, doch diesen setzte Göldner neben das Gehäuse (40.). Kurz darauf kam Kesselsdorf mit einem schnellen Konter über den agilen Pawlak, Böhme flog mit einer Harakiri – Abwehraktion an Ball und Gegner vorbei. Nun hatte Pawlak viel Platz, legte ich den Ball aber etwas zu weit vor und Heymann konnte knapp klären(42.). Pawlak, der an diesem Tag nicht nur durch seine spielerische Klasse, sonder leider immer wieder auch durch grob unsportliche Aktionen im Mittelpunkt stand, machte seinem Unmut Luft und trat gegen den Altenberger Zimmermann, sah dafür allerdings „nur“ gelb. Wieder einmal mehr spielte Altenberg mit Handicap -3. So ging es schmeichelhaft für die Gäste mit 1:1 in die Pause.

In Hälfte Zwei konnten beide Mannschaften zunächst nicht an die gute erste Hälfte anknüpfen. Wirklicher Spielfluss kam kaum zu Stande. Immer wieder störten derbe Zweikämpfe das Geschehen. Meist mit dem glücklicheren Ende für die Gäste. Zimmermann konnte einen Distanzschuss des SG – Kapitäns Krüger gerade noch so über die Latte lenken und Altenbergs Rückstand verhindern(55.). Fünf Minuten später erkämpfte sich der immer stärker werdende Lehmann für Altenberg den Ball, spielte auf Stephan Kadner, der kontrollierte mit viel Mühe das Leder, legte erneut für Lehmann ab und der hämmerte von der Strafraumgrenze aufs Gehäuse, doch der Torwart hielt spektakulär(60.). Nun kam erneut Kesselsdorf besser in die Partie. Krüger mit einem Freistoss vors Altenberger Tor, Zimmermann schätzte den Ball wohl falsch ein, unterlief das Leder und Pawlak war zur Stelle – 1:2 (61.). Ein Genickschlag von dem sich die Bergstädter in der Vergangenheit nur schwer erholten. Kesselsdorf war damit prompt im Spiel und Altenberg – geschockt - wirkte nun doch etwas Ideenlos im Aufbauspiel. Doch dieser Zustand war nur von kurzer Dauer. Altenberg trieb das Spiel wieder nach vorn. Vor allem der an diesem Tag unaufhaltbare Marcel Weinhold kurbelte das Geschehen immer wieder an. Nach einer Ecke kam David Müller nur Zentimeter zu spät (71.). Czerny zog ab, der Torwart ließ prallen, Stephan Kadner setzte nach, doch knickte allein vorm Tor um und diese tausendprozentige war vergeben(73.). Auch die Gäste waren bemüht den Deckel zu zu machen. Hellwig setzte sich stark durch, doch seine Flanke landete im Toraus(75.). Altenberg öffnete alle Tore, wollte das Glück nun mit der Brechstange erzwingen. Weinholds Freistoss strich nur knapp über das Tor (79.). Dem emotionsgebeutelten Publikum bot sich nun eine hektische und hart geführte Schlussphase. Altenbergs unaufhörliches Anrennen schien nicht belohnt zu werden. Zum teil brutale Fouls wurden zu Gunsten des Täters geahndet, ein klares Handspiel übersehen. Als sich ein Kesselsdorfer Mittelfeldakteur bei seiner taktischen Auswechslung erst noch in aller Ruhe die Kleidung richtete und dann mit hämischem Applaus vom Altenberger Publikum verabschiedete schienen alle Dämme zu brechen. Doch alles Tun nützte am Ende nichts, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit schraubte sich David Müller nach einem Weinhold Freistoss in die Höhe und köpfte zum hoch verdienten Ausgleich ein. So holte die Stahlelf mit dem ersten Remis der Saison einen am Ende glücklichen Punkt, obwohl von den Spielanteilen wesentlich mehr drin gewesen wäre.   

Aufstellung: Mirko Zimmermann, Marcus Böhme, Rico Heymann, Rene Kadner (75. Silvio Kästner), Robin Czerny, Marcel Weinhold, Petrick Fraulob (46. Mirko Klaus), Stephan Kadner, Erik Lehmann, David Müller, Robby Müller