28. Spieltag Altenberg - Dippoldiswalde
BSG Stahl Altenberg - FSV Dippoldiswalde
3:2
Halbzeit
2:2
Tore: 1:0 Erik Lehmann (19.)
1:1 David Rasch (35.)
2:1 Marcel Klemm (37.)
2:2 Karsten Lemke (45.)
3:2 Rico Heymann (61.)
Schiedsrichter: Thomas Haufe (TuS Einheit Wehlen)
Zuschauer: 170 Gelbe Karten: 3/2
Altenberg gewinnt das Altkreis-Derby gegen Dipps
Die Stahlelf schafft durch das 3:2 gegen den FSV den Klassenerhalt.
In einem spannenden und hart umkämpften Bezirksklasse-Spiel hat die BSG Stahl Altenberg ihre Negativserie beendet und nach 9 Spielen ohne Sieg den entscheidenden "Dreier" gegen den Abstieg geholt.
Bei bestem Fußballwetter bestimmten die Gäste aus Dippoldiswalde die Anfangsphase des Spieles deutlich. Gleich in der ersten Minute kam Karsten Lemke zu einer Möglichkeit, scheiterte aber an Torwart Mirko Zimmermann im Altenberger Gehäuse. Nur kurz später war Kristian Walter auf dem Weg zur Führung für Dipps, doch sein Schuss verfehlte das Tor. Es folgten für die Gäste noch zwei gefährliche Kopfballchancen je nach einem Eckball, bevor Altenberg langsam den Respekt vor den - mit theoretischen Aufstiegschancen angereisten - Gästen ablegte. So wurde die Stahlelf nun stärker und nutze die erste richtig gute Möglichkeit direkt zur Führung. Mirko Klaus setzte sich auf der rechten Seite mit viel Einsatz gegen Max Cubeus durch, flankte auf Erik Lehmann, der den Ball zum 1:0 ins Tor köpfte (19.). Jetzt zeigten die Altenberger auch den Kampfgeist, der über lange Strecken der Rückrunde vermisst wurde und kamen dadurch zu einigen hochkarätigen Chancen. Stephan Kadner verzog freistehend nach einem Doppelpass mit Rico Heymann (22.). David Müller schickte Lehmann, der den Ball frei vorm Dippser Torwart Stefan Friedrich ein Stück zu hoch lupfte, so dass er über das Gehäuse ging (27.). Mitten in diese Phase hinein fiel der Ausgleich. Walter setzte sich links durch, passte von der Grundlinie scharf in die Strafraummitte, wo David Rasch nur noch den Fuß hinhalten musste - 1:1 (35.). Doch Altenberg zeigte sich wenig geschockt. Nur zwei Minuten später schnappte sich Lehmann den Ball im Mittelfeld, spielte mehrere Dippser Abwehrspieler aus, legte auf Marcel Klemm ab, der nahm den Ball direkt und traf unhaltbar zum 2:1 in die lange Ecke (37.). Kurz darauf eine ähnliche Situation: Robby Müller erbeutete den Ball am eigenen Strafraum, schickte mit einem weiten Ball Lehmann auf der linken Seite, der wiederum auf Klemm ablegte, dessen Schuss diesmal jedoch knapp über das Tor strich. Mit der letzten Aktion vor dem Halbzeitpfiff kam Dippoldiswalde abermals zum Ausgleich. Eine Freistossflanke von der Strafraumgrenze konnte Torwart Zimmermann - bedrängt von zwei Dippser Spielern - nicht richtig klären, Lemke nutzte dies und schob zum 2:2 Pausenstand ein.
Den besseren Start in die zweite Hälfte hatten die Altenberger: Klaus nahm eine Lehmann-Flanke im Strafraum direkt, traf den Ball aber nicht voll, so dass Friedrich im FSV-Gehäuse mit Mühe halten konnte. In der 50.Minute hatten die Gäste die riesige Chance zur Führung. Cubeus passte weit auf Lemke, der nahm den Ball am 5m-Raum volley, das Leder klatschte an die Unterkante der Latte und von dort vor die Füsse von Rasch, der offensichtlich zu überrascht war und den Ball an den Pfosten setzte, bevor Abwehr klären konnte. Danach verflachte das Spiel zunehmend, Chancen gab es nur noch sporadisch. In der 61.Minute fiel die erneute Führung für die Bergstädter. Klemm steckte den Ball von links in die Mitte, von wo aus Heymann aus 20m einfach abzog, Friedrich streckte sich vergeblich und der Ball schlug zum viel umjubelten 3:2 im Dippser Tor ein. Danach passierte nicht mehr viel, Altenberg verteidigte aufmerksam gegen ständig anrennende Dippser, deren Angriffe allerdings wenig Struktur hatten und meist planlos abgeschlossen wurden. Die Stahlelf hingegen hatte durch die sich bietenden Räume mehrere gute Konterchancen, die aber fahrlässig vergeben bzw. nicht richtig ausgespielt wurden. So mussten die Altenberger Fans bis zur 94.Minute bangen und zittern, bevor der erste Sieg seit knapp drei Monaten und damit - auf Grund der Ergebnisse der Konkurrenz - die Qualifikation für die neue Kreisoberliga geschafft war.
Aufstellung: Mirko Zimmermann, Marcel Klemm, René Kadner, Martin Vogel, Stephan Kadner (85. Silvio Kästner), David Müller, Rico Heymann, Robby Müller, Michael Weinhold (46. Robin Czerny), Mirko Klaus, Erik Lehmann