3. Spieltag Heidenau - Altenberg

Heidenauer SV 2. - BSG Stahl Altenberg 1.

3:4

 Halbzeit

1:1

Tore:    0:1 Marcel Vogel                  (36.)

            1:1 Rocky Zimmer                (44.)

            2:1 Torsten Gründig              (47. Strafstoß)

            2:2 Robby Müller                  (60. Strafstoß)

            2:3 Robby Müller                  (68.)

            2:4 Jens Heymann               (87.)

            3:4 Jonathan Schulz             (90. + 3)

Schiedsrichter: Steffen Thomas

Zuschauer: 100                                Gelbe Karten:           3/3

Altenberg siegt beim Kreismeister

Etwas überraschend und mit Glück und Geschick besiegt die Stahlelf in einem - besonders in der zweiten Hälfte - spektakulären Spiel die Reserve des Heidenauer SV mit 4:3.

Bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich zunächst ein etwas zähes Spiel, in dem die Gastgeber aber immer wieder andeuteten, warum sie amtierender Kreismeister sind. Altenberg war nach der deutlichen Heimniederlage gegen Wilsdruff zunächst darauf bedacht, hinten sicher zu stehen und ließ die Gastgeber bis zum Strafraum gewähren. Doch bereits in der 2.Minute brannte es im Altenberger Strafraum - Steve Handrick kam in aussichtsreicher Position zum Schuss, setzte diesen aber neben den Kasten. Das erste Achtungszeichen der Gäste kam in der 8.Minute, als Petrick Fraulob schön für Mirko Klaus vorbereitete, der den Ball frei vorm Tor aber nicht richtig erwischte. So entwickelte sich ab der Hälfte der ersten Halbzeit nun ein munterer Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. In der 37.Minute dann die Führung für Altenberg: nach einer schönen Kombination über Robby Müller und Petrick Fraulob konnte Marcel Vogel das 0:1 erzielen. Fast mit dem Pausenpfiff glichen die Gastgeber dann durch Rocky Zimmer aus stark abseitsverdächtiger Position aus, so ging es mit dem Halbzeitstand von 1:1 in die zweite Hälfte.

Die begann mit einem Aufreger: ein robustes Einsteigen von David Müller an der Strafraumgrenze entschied der nicht immer souveräne Schiedsrichter Thomas auf Strafstoß. Diese Gelegenheit ließ sich Torsten Gründig nicht entgehen - 2:1 (47.). Altenberg zeigte sich aber unbeeindruckt und versuchte den Ausgleich so schnell wie möglich zu erzwingen. Als Fraulob im Strafraum der Gastgeber gefällt wurde tönte wieder der Elfmeterpfiff - diesmal für die Stahlelf. Robby Müller schnappte sich den Ball und verschoss, doch in den Heidenauer Jubel tönte ein erneuter Pfiff. Torwart Oertel - der letzte Saison noch als Feldspieler für Wehlen drei Tore in Altenberg erzielte - stand beim Elfmeter zu weit vor der Linie, also entschied der Schiedsrichter auf Wiederholung. Diesmal zeigte Müller keine Nerven und verwandelte sicher - 2:2 (60.). Im Gegenzug wieder die Heidenauer: Gründig stand nach missglückter Abseitsfalle allein vorm Altenberger Torwart Zimmermann, lupfte den Ball aber am Tor vorbei (61.) Die Szene des Spiels folgte in der 68. Minute. Gründig vertändelte in der Vorwärtsbewegung als letzter Mann den Ball an Robby Müller, der sah dass Torwart Oertel viel zu weit vor seinem Kasten stand und hob den Ball aus etwa 35m über den Keeper zum viel umjubelten 2:3. Kurz darauf hätte Mirko Klaus nach einem Solo auf der rechten Bahn alles klar machen können, sein Schuss strich aber knapp am Heidenauer Gehäuse vorbei (74.). Die Gastgeber sündigten derweil weiter mit ihren - teilweise hochkarätigen - Chancen, so verpasste beispielsweise Marcel Zönnchen den Ausgleich um Haaresbreite (77.). Stattdessen schlugen die Bergstädter noch einmal zu. Der eingewechselte Stefan Hinz eroberte bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft am gegnerischen Strafraum den Ball, passte mit Übersicht zum mitgelaufenen Jens Heymann - 2:4 (87.). Auf Grund einiger Unterbrechungen ließ Schiedsrichter Thomas lange nachspielen. Und Heidenau nutzte diese Zeit um den Anschlusstreffer zu erzielen: Schulz netzte in der 93. Minute aus dem Strafraumgewühl mit einem Ping-Pong-Tor. Nun wurde es noch einmal hektisch, mit der letzten Aktion im Spiel bekamen die Gastgeber noch einmal einen Freistoß von der Strafraumgrenze. Doch Mirko Zimmermann hielt und nach schier endlosen 5 Minuten Nachspielzeit konnte die Stahlelf den zweiten Auswärtssieg der Saison bejubeln.

Aufstellung: Mirko Zimmermann, Michael Weinhold, Rico Heymann, Robby Müller, David Müller, Mirko Klaus (84. Stefan Hinz), Silvio Güttler, Erik Lehmann, Martin Vogel, Marcel Vogel (44. Jens Heymann), Petrick Fraulob