8. Spieltag Altenberg - Höckendorf
BSG Stahl Altenberg – Höckendorfer FV
2:2
Halbzeit
0:1
Tore: 0:1 André Trobsch (37.)
0:2 André Trobsch (57.)
1:2 Stephan Kadner (59.)
2:2 Dirk Walther (66.)
Schiedsrichter: Silvio Fürtig (Heidenauer SV)
Zuschauer: 80 Gelbe Karten: 1/4
Rote Karten: 0/2
Altenberg zeigt endlich wieder Moral
Nach - besonders in der zweiten Hälfte - hitzigen 90 Minuten trennen sich Altenberg und Aufsteiger Höckendorf mit 2:2. Trotz Überzahl gerieten die Bergstädter mit 0:2 in Rückstand, den sie aber schnell aufholen konnten. Am Ende war für die Stahlelf sogar mehr drin.
Den schlechten Auftritt vor Wochenfrist in Schönfeld noch im Hinterkopf, begann die Stahlelf das Spiel gegen Höckendorf etwas verunsichert. So hatten die Gäste in der Anfangsviertelstunde Vorteile und durch André Trobsch zwei gute Möglichkeiten (7., 14.), bevor Altenberg anfing mitzuspielen. Die erste gute Möglichkeit hatte David Müller per Kopf (18.). In der Folge entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen, welches die Zuschauer bei frostigen Temperaturen kaum erwärmen konnte. So fiel die Gästeführung in der 37.Minute quasi aus dem Nichts. André Trobsch kam vor dem Altenberger Strafraum in Ballbesitz, schüttelte gleich zwei Abwehrspieler ab und vollendete abgezockt zum 0:1. Nur kurze Zeit später schwächten sich die Gäste selbst. Michael Seidel sah nach einem rüden Foulspiel im Mittelfeld völlig zurecht die Rote Karte. Mit dem Halbzeitpfiff scheiterte Rico Heymann mit einem strammen Schuss am Höckendorfer Keeper Falk Wagner.
Mit Rückstand, aber in Überzahl versuchte die Stahlelf von Beginn der zweiten 45 Minuten an, das Spiel zu kippen. Dementsprechend motiviert starteten die Altenberger, während die Gäste sich des Öfteren nur durch Foulspiele zu helfen wussten. So gab es in der 50.Minute in aussichtsreicher Position einen Freistoss für Altenberg. Robby Müller's Versuch wurde jedoch von der Mauer geklärt - mit einem klaren Handspiel. Doch Schiedsrichter Fürtig - der diesen Fehler im Nachhinein zugab - verweigerte den Gastgebern den fälligen Elfmeterpfiff. Da Altenberg nur noch in der Vorwärtsbewegung war, ergaben sich für die Gäste Räume zum Kontern. So konnte wiederum André Trobsch einen dieser schnellen Vorstöße in der 57.Minute zum 0:2 verwerten, als er eine Eingabe von rechts sehenswert und ohne Abwehrchance für den Altenberger Torhüter Andreas Zschocke per Direktabnahme ins Tor beförderte. Nun packte Altenberg die Brechstange aus. Mit Pech scheiterte Robby Müller gleich zweimal (58.). Dann aber der überfällige Anschlusstreffer: eine Eckball von links köpfte Stephan Kadner zum 1:2 in die Maschen (59.). Altenberg drückte weiter und wurde belohnt: Dirk Walther verwertete eine Vorlage von Robby Müller zum viel umjubelten 2:2 (66.). Das er dabei wahrscheinlich im Abseits stand, kann man wohl als ausgleichende Gerechtigkeit für den nicht gegebenen Elfmeter bezeichnen. Weiter ging es, Marcel Weinhold und der eingewechselte Erik Lehmann prüften den Höckendorfer Torwart, der in der zweiten Halbzeit mit der tief stehenden Sonne zu kämpfen hatte und dadurch nicht immer sicher war (69.). Dann wurde es immer ruppiger auf dem Feld. Nach einem Foulspiel im Mittelfeld kam es zu einer Rudelbildung, in deren Folge Stephan Kadner und André Trobsch - der sich im Lauf der zweiten Hälfte zu immer mehr Unsportlichkeiten hinreißen ließ - die Gelbe Karte sahen (78.). Weiter ging es auf das Gästetor, David Müller's Kopfball strich nur knapp über das Gehäuse (79.), ein Schuss von Marcel Klemm aus guter Position verfehlte ebenfalls das Tor (81). Höckendorf verteidigte mit Mann und Maus, während das Anrennen der Stahlelf immer planloser wurde. So blieb es trotz 5 Minuten Nachspielzeit beim 2:2 Unentschieden. Unrühmlicher Höhepunkt der Schlussphase war die Rote Karte und der theatralische Abgang des Höckendorfer Doppeltorschützen André Trobsch wegen einer Unsportlichkeit - er dürfte seiner Mannschaft damit wohl einen Bärendienst erwiesen haben.
Aufstellung: Andreas Zschocke, Stephan Kadner, Rico Heymann, Robby Müller, David Müller, Dirk Walther (78. Marcel Klemm), Mirko Klaus, Silvio Güttler, Martin Vogel, Marcel Weinhold, Petrick Fraulob (46. Erik Lehmann)